Best of – Die besten Filme des Jahres 2020

Best of – Die besten Filme des Jahres 2020

Pünktlich zum Jahreswechsel habe ich für euch eine Liste mit den meiner Meinung nach besten Filmen des vergangenen Jahres zusammengestellt.

Es wurden nur jene Filme in die Wertung genommen, die tatsächlich im Jahr 2020 im deutschsprachigen Raum in den Lichtspielhäusern gezeigt oder für das Heimkino bzw. auf Streaming-Plattformen veröffentlicht wurden. Alle Filme wurden mit einer Skala zwischen 0 und 5 Sternen bewertet, wobei die Sternevergabe rein subjektiv betrachtet werden sollte.

„Movies&More“ wünscht euch viel Spaß mit den besten Filmen aus dem Jahr 2020.

Top 25

1. Tenet

In „Tenet“ wird ein namenloser CIA-Agent (John David Washington) von einer geheimen Organisation rekrutiert, die versucht den Dritten Weltkrieg zu verhindern. Dabei spielen Gegenstände aus der Zukunft, die sich mittels Inversionen rückwärts in der Zeit bewegen, eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Neil (Robert Pattinson) versucht der Protagonist Zugang zum Waffenhändler Andrei Sator (Kenneth Branagh) zu erhalten und den Krieg der Zeiten zu verhindern. Mit „Tenet“ liefert uns Regisseur Christopher Nolan (Memento, The Dark Knight, Inception, Interstellar) einen spannenden und hochintelligenten Sci-Fi-Thriller, der gekonnt mit dem Thema Zeit spielt und durch seinen treibenden Soundtrack, bombastische Effekte sowie einem starken Darstellerduo überzeugt.

Wertung:

2. Knives Out

Nachdem der Familienpatriarch und Krimiautor Harlan Thrombey (Christopher Plummer) am Morgen nach seinem 85. Geburtstag tot aufgefunden wird, entwickelt sich eine Familienfeier zu einem Kriminalfall. Die anwesenden Verwandten werden daraufhin von Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) und Lieutenant Elliott (Lakeith Stanfield) festgehalten, bis der Täter gefunden ist. Obwohl sich Thrombeys Partygesellschaft alles andere als kooperativ zeigt, kommt es im Laufe der Ermittlungen zu einigen überraschenden Wendungen und die Lage spitzt sich immer weiter zu. Blanc und seine Mitstreiter müssen sich durch ein verworrenes Netz aus Intrigen, Lügen und falschen Fährten kämpfen, um den mysteriösen Tod aufzuklären. Regisseur Rian Johnson (Brick, Looper, Breaking Bad, Star Wars: Die letzten Jedi) liefert mit „Knives Out“ einen amüsanten und wendungsreichen Krimi-Thriller, der von einer grandiosen Darstellerriege angeführt wird.

Wertung:

3. Queen & Slim

Im romantischen Krimi-Drama „Queen & Slim“ nimmt das harmlose erste Date von Queen (Jodie Turner-Smith) und Slim (Daniel Kaluuya) eine dramatische Wendung. Als sie von einem Polizisten aus dem Verkehr gezogen und  brutal belästigt werden, tötet Slim den Beamten in Notwehr. Die Beiden begeben sich als Cop-Killer auf eine Flucht quer durchs Land. Bald erhalten sie von vielen Seiten als moderne Inkarnation von Bonnie und Clyde und als unfreiwilliges Symbol der ‚Black Lives Matter‘-Bewegung unerwartete Unterstützung. Dabei bringen sie nicht nur schwarze Polizisten in ernste Gewissenskonflikte. Das Spielfilmdebüt von Regisseurin Melina Matsoukas (Master of None, Insecure) eindrucksvoll inszenierte Werk strotzt nur so vor Spannung und man fiebert bis zum schockierenden Schluss mit den beiden Protagonisten mit.

Wertung:

4. Der wunderbare Mr. Rogers

Im Biopic „Der wunderbare Mr. Rogers“ wird der mürrische Esquire-Journalist Lloyd Vogel (Matthew Rhys) damit beauftragt, ein Porträt über den legendären Kinder-Entertainer Fred Rogers (Tom Hanks) zu schreiben. Auf der Suche nach Unstimmigkeiten in seiner Biografie muss der Reporter feststellen, dass der Fernsehstar ein wirklich guter Mensch ist. Im Zuge dessen lernt er sich wieder zurück auf klassische Werte wie Güte und Mitgefühl zu besinnen und seinen Zynismus zu überwinden. Zwischen den Männern entsteht eine Freundschaft und Vogel gewinnt sogar neue Perspektiven auf sein eigenes Leben. „Der wunderbare Mr. Rogers“ ist ein emotionales Werk, in dem der oscarnominierte Tom Hanks förmlich in der Rolle von Fred Rogers verschwindet und so gut wie seit Jahren nicht mehr spielt.

Wertung:

5. Just Mercy

Im Gerichtsdrama „Just Mercy“ verschlägt es den vielversprechenden Anwalt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) nach seinem Abschluss in Harvard nach Alabama, wo er sich an der Seite von Anwältin Eva Ansley (Brie Larson) für zu unrecht Verurteilte einsetzt. Einer seiner ersten Fälle ist jener vom zum Tode verurteilten Walter McMillian (Jamie Foxx), obwohl ausreichend Beweise für seine Unschuld vorliegen. Belastet wird der angebliche Täter nur durch die Aussage eines Kriminellen, der auch noch guten Grund zum Lügen hat. Doch Bryan lässt nicht locker und nimmt sich in seinen ersten Berufsjahren zahlreichen Fällen mit geringen Erfolgschancen an, die ihn immer wieder mit Rassismus konfrontieren. Regisseur Destin Daniel Cretton (Short Term 12, Schloss aus Glas, Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings) inszeniert ein packendes Krimi-Drama, das durch herausragende Darstellerleistungen von Jordan, Foxx und Larson glänzt.

Wertung:

6. Jojo Rabbit

„Jojo Rabbit“ spielt in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges und handelt vom kleinen Jojo Betzler (Roman Griffin), der als überzeugter Nazi in der liebevollen Obhut seiner alleinerziehenden Mutter Rosie (Scarlett Johansson) aufwächst. Jojo kann es schon gar nicht erwarten selbst Mitglied der Partei zu werden und hat mit Adolf Hitler (Taika Waititi) sogar einen besonderen imaginären Freund. Bald findet Jojo heraus, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen namens Elsa (Thomasin McKenzie) versteckt. Und die verwirrt Jojo mächtig. Warum ist sie kein Monster, wie es doch alle Juden angeblich sind? Die von Regisseur Taika Waititi (5 Zimmer Küche Sarg, Wo die wilden Menschen jagen, Thor – Tag der Entscheidung, The Mandalorian) inszenierte Satire punktet mit einer großen Portion Witz und jeder Menge Herz.

Wertung:

7. Waves

Im Drama „Waves“ von Regisseur Trey Edward Shults (Krisha, It Comes at Night) verlangt der strenge Vater von Ringkämpfer Tyler Williams (Kelvin Harrison Jr.) stets neue Höchstleistungen von ihm. Natürlich will Tyler ihn nicht enttäuschen, weshalb er ständig trainiert und von einem Sportstipendium fürs College und einer anschließenden Profikarriere träumt. Als Tyler schließlich eine lang verdrängte Schulterverletzung einholt und er einen Streit mit seiner Freundin Alexis (Alexa Demie) hat, führt dies zu einer tragischen Verkettung der Ereignisse. Tyler’s Schwester Emily (Taylor Russell McKenzie) muss fortan mit den Folgen leben. Zum Glück gibt es ihren Mitschüler Luke (Lucas Hedges), der für sie zu einer großen Stütze in dieser schwierigen Zeit geworden ist. Doch auch er hat mit seinem kaputten Elternhaus zu kämpfen. „Waves“ ist ein emotionales Drama, das vor allem in der ersten Hälfte den Zuschauer mehrmals wie ein Schlag in die Magengrube trifft, in der zweiten Hälfte jedoch etwas an Spannung und Dramaturgie einbüßen muss.

Wertung:

8. 1917

Das von Regisseur Sam Mendes (American Beauty, Jarhead, Zeiten des Aufruhrs, Skyfall) inszenierte Kriegs-Drama „1917“ schildert die Ereignisse des Ersten Weltkrieges, der sich im April 1917 auf seinem grausamen Höhepunkt befindet. In Nordfrankreich belagern sich deutsche und britische Einheiten in ihren Schützengräben, ohne auch nur einen Zentimeter vorzurücken. Die britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) werden von ihrem Vorgesetzten General Erinmore (Colin Firth) mit einem ebenso dringlichen wie gefährlichen Auftrag bedacht. Sie sollen das zerbombte Niemandsland durchqueren und eine Nachricht an ein anderes britisches Bataillon überbringen. Wenn die beiden jungen Rekruten es nicht rechtzeitig schaffen, werden mehr als 1.500 britische Soldaten sinnlos ihr Leben verlieren, darunter auch Blakes älterer Bruder Leslie (Andrew Scott). „1917“ fängt gekonnt die schonungslose Härte des Krieges ein und überzeugt vor allem durch die oscarprämierte Kameraarbeit von Roger Deakins.

Wertung:

9. Der Fall Richard Jewell

Im Drama „Der Fall Richard Jewell“ wird Wachmann Richard Jewell (Paul Walter Hauser) zunächst als Held gefeiert, als er am Rande der olympischen Spiele von Atlanta 1996 eine Bombe findet und durch eine Evakuierung zahlreiche Leben rettet. Doch bald dreht sich der Wind. Wusste Jewell von der Bombe, weil er sie selbst platziert hat? Für das FBI passt der übergewichtige Einzelgänger, der so gerne ein richtiger Polizist wäre, perfekt auf das Profil eines Bombenlegers. Und auch die Presse ist schnell überzeugt. Journalisten wie Kathy Scruggs (Olivia Wilde) prägen mit ihren Schlagzeilen bald das Bild der Öffentlichkeit. Jewell wird als möglicher Terrorist gebrandmarkt. Der engagierte Anwalt Watson Bryant (Sam Rockwell) versucht mit aller Kraft Jewells Unschuld zu beweisen. Mit „Der Fall Richard Jewell“ liefert uns Regisseur Clint Eastwood (Mystic River, Million Dollar Baby, American Sniper, Sully) ein hochspannendes Drama, das vor allem durch die herausragenden Schauspielleistungen von Paul Walter Hauser als Beschuldigter und Sam Rockwell als dessen Anwalt glänzt.

Wertung:

10. Vergiftete Wahrheit

Im Drama „Vergiftete Wahrheit“ reicht Robert Bilott (Mark Ruffalo), der seit kurzem Partner in einer renommierten Anwaltskanzlei in Cincinnati ist, Beschwerde gegen das örtliche DuPont-Werk ein. Dieses soll giftige Abfälle auf der Mülldeponie abladen, die die Felder von zwei Landwirten zerstört und ihr Vieh vergiftet. Es beginnt ein epischer Kampf, der sich über 15 Jahre erstreckt und nicht nur Robert’s Beziehung zu seiner Frau Sarah (Anne Hathaway), sondern auch seinen Ruf, seine Gesundheit und seinen Lebensunterhalt auf die Probe stellt. Das von Regisseur Todd Haynes (Dem Himmel so fern, I’m Not There, Carol, Wonderstruck) inszenierte Werk punktet mit einem tollen Cast und einer für den Zuschauer wichtigen und emotionalen Story, die aufwühlt und noch lange nach der Sichtung für Gesprächsstoff sorgt.

Wertung:

11. Sound of Metal

Im musikalischen Drama „Sound of Metal“ tourt der Drummer Ruben (Riz Ahmed) gemeinsamen mit seiner Freundin und Sängerin Lou (Olivia Cook) durch die USA. Plötzlich hat Ruben Probleme mit seinem Gehör. Ein Besuch beim Arzt bringt Gewissheit. Sein Gehör wird immer schlimmer und am Ende könnte die totale Taubheit stehen. Nachdem er sich zunächst noch dagegen sträubt, quartiert sich Ruben schließlich doch in einer Einrichtung ein, die extra dafür da ist, dass sich taube Menschen an ein Leben ohne Gehör gewöhnen. Allerdings sind Hörende dort ungewünscht, weshalb Ruben diese schwierige Erfahrung ohne seine Freundin meistern muss. Das Spielfilmdebüt von Regisseur Darius Marder (Loot) überzeugt mit grandiosen Darstellern, innovativem Sounddesign und einer tragischen Story.

Wertung:

12. Königin

Im Erotik-Drama „Königin“ führt die erfolgreiche Rechtsanwältin Anna (Trine Dyrholm) gemeinsam mit dem Arzt Peter (Magnus Krepper) und eine glückliche Ehe, die mit zwei Töchtern noch vervollständigt wird. Die Beiden haben in ihrem Leben bisher alles erreicht, was erreicht werden konnte. Peter hat mit Gustav (Gustav Lindh) noch einen Sohn aus seiner vorangegangenen Ehe und beschließt, den 16-Jährigen bei sich aufzunehmen. Anna bemüht sich dem unzugänglichen Jugendlichen ein harmonisches Zuhause und Familienleben zu bieten. Doch mit der Zeit empfindet sie nicht nur Muttergefühle für ihn. Aus der Beziehung zwischen einer Stiefmutter und ihrem Stiefsohn entwickelt sich eine handfeste Affäre, die sowohl Annas Karriere als auch ihre Familie in Gefahr bringt. Die dänisch-schwedische Co-Produktion von Regisseurin May el-Toukhy (White Man’s Burden, Lang historie kort) ist gut geschrieben, provokativ inszeniert und exzellent gespielt. Das ist europäisches Kino auf höchstem Niveau.

Wertung:

13. Ma Rainey’s Black Bottom

Im Chicago des Jahres 1927 findet sich die berühmte Musikerin Ma Rainey (Viola Davis) mit reichlich Verspätung im Studio ein, um ein neues Album aufzunehmen. Mit dabei sind viele alte Mitstreiter und mittendrin ist zum ersten Mal auch der hitzköpfige Trompeter Levee (Chadwick Boseman). Dieser hält sich für bereit, aus der zweiten Reihe zu treten und endlich seine eigene Band anzuführen. Als schließlich auch noch die Produzenten auftauchen und versuchen, die Kontrolle zu übernehmen, nehmen die Anspannungen zu und entladen sich schließlich in einem schrecklichen Ereignis. Mit „Ma Rainey’s Black Bottom“ liefert uns Regisseur George C. Wolfe (Nights in Rodanthe, You’re Not You, The Immortal Life of Henrietta Lacks) ein Musik-Drama, das durch eine kammerspielartige Inszenierung und einen fabelhaften Cast besticht, der von einer grandiosen Viola Davis und einem überirdischen Chadwick Boseman in seiner letzten Rolle angeführt wird.

Wertung:

14. Clouds

Das Krebs-Drama „Clouds“ handelt vom 17-jährigen Zach Sobiech (Fin Argus), der ein lebenslustiger Schüler mit einer Menge musikalischem Talent ist. Nachdem sein Abschlussjahr schon seit ein paar Wochen begonnen hat, traut er sich, seinen langjährigen Schwarm zu fragen, ob sie mit ihm ausgehen will. Allerdings ist Zach an Krebs erkrankt, der bereits gestreut hat. Seine Lebenserwartung liegt nur noch bei sechs Monaten. Mit der begrenzten Zeit, die er noch hat, beschließen Zach und seine beste Freundin und Schreibpartnerin Sammy (Sabrina Carpenter), ihrem Traum zu folgen und endlich ein Album aufzunehmen. Schon bald werden sie zu einem viralen Musikphänomen. „Clouds“ punktet mit einer wunderschönen und emotionalen Geschichte sowie guten schauspielerischen Leistungen.

Wertung:

15. Kajillionaire

In der Krimi-Dramedy „Kajillionaire“ schlagen sich Robert (Richard Jenkins) und Theresa Dyne (Debra Winger) gemeinsam mit ihrer erwachsenen Tochter Old Dolio (Evan Rachel Wood) mit allerlei Trickbetrügereien und Diebstählen durch. Doch ihre Betrügereien reichen in letzter Zeit kaum noch um die Miete zu bezahlen. Als Old Dolio drei Tickets für eine Reise nach New York gewinnt, fliegen die drei, nur um Geld für ein angeblich verlorenes Gepäckstücks abzustauben. Doch auf der Rückreise lernen sie Melanie (Gina Rodriguez) kennen, die selbst ein Fan von Filmen wie ‚Ocean’s Eleven‘ ist und auch schon eine Idee für eine Gaunerei hat. „Kajillionaire“ ist eine warmherzige und amüsante Gauner-Story, die durch einen fabelhaften Cast zu überzeugen weiß.

Wertung:

16. Soul

Der Animationsfilm „Soul“ fokussiert sich auf den Musiklehrer Joe Gardner (US-Stimme = Jamie Foxx), dessen sehnlichster Wunsch es ist, als Jazz-Musiker groß rauszukommen. Als sich ihm eines Tages die langersehnte Gelegenheit bietet, mit der berühmten Jazz-Saxophonistin Dorothea (Angela Bassett) aufzutreten, baut Joe einen Unfall und seine Seele landet an einem Ort namens ‚Davorseits‘. Dort werden ungeborene Seelen mit ihren Persönlichkeiten ausgestattet und auf das Leben auf der Erde vorbereitet. Joe setzt alles daran, um wieder in seinen Körper auf der Erde zu gelangen. Dafür tut sich der leidenschaftliche Musiker mit der Seele 22 (Tina Fey) zusammen, die schon ewig im ‚Davorseits‘ festsitzt und absolut keine Lust auf ein Dasein auf der Erde hat. „Soul“ ist eine wundervolle Geschichte aus dem Hause Disney / Pixar und überzeugt mit witzigen Momenten, mitreißender Musik und einer emotionalen Message für Groß und Klein.

Wertung:

17. Da 5 Bloods

Im Kriegs-Drama „Da 5 Bloods“ kehren die vier afroamerikanischen Veteranen Paul (Delroy Lindo), Otis (Clarke Peters), Eddie (Norm Lewis) und Melvin (Isiah Whitlock, Jr.) nach Vietnam zurück, um die Leiche ihres gefallenen Anführers (Chadwick Boseman) zu finden. Obendrein begibt sich die Truppe auch noch auf die Suche nach einem vergrabenen Schatz. Dabei haben Paul, Otis, Eddie und Melvin, die von Pauls besorgtem Sohn (Jonathan Majors) begleitet werden, mit Mensch wie Natur zu kämpfen. Der Vietnamkrieg und seine Verwüstungen setzt den Männern hart zu. Der neueste Streich von Regisseur Spike Lee (Malcolm X, Oldboy, Chi-Raq, BlacKkKlansman) punktet mit einem grandiosen Cast, spektakulären Kamerafahrten und einer spannenden Story, die hier und da etwas zu lang geraten ist.

Wertung:

18. The King of Staten Island

In „The King of Staten Island“ leidet Scott (Pete Davidson) immer noch darunter, dass sein Vater als Feuerwehrmann gestorben ist, als er selbst erst sieben Jahre alt war. Nun ist er Mitte 20, hat kaum etwas in seinem Leben erreicht und lebt mit dem Traum, Tattoo-Künstler zu werden, immer noch in der Wohnung seiner Mutter (Marisa Tomei) vor sich hin. So vergammelt er seine Tage ständig bekifft mit seinen Kumpels und beginnt nebenbei mal wieder eine Beziehung mit seiner Freundin aus Kindheitstagen Kelsey (Bel Powley). Doch als seine Mutter plötzlich mit Feuerwehrmann Ray (Bill Burr) eine neue Liebe in ihrem Leben hat, ist es mit Scotts Gammler-Dasein vorbei. Er muss sich seiner Trauer und seiner Zukunft stellen. Die von Regisseur Judd Apatow (Beim ersten Mal, Wie das Leben so spielt, Immer Ärger mit 40, Dating Queen) inszenierte autobiographische Dramedy überzeugt mit einem grandiosen Cast, skurrilen Momenten und einer vielschichtigen Geschichte, die an einigen Stellen etwas zu lang ist.

Wertung:

19. Bombshell – Das Ende des Schweigens

Das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama „Bombshell“ erzählt die Geschichte der amerikanischen Journalistin Megyn Kelly (Charlize Theron), der Moderatorin Gretchen Carlson (Nicole Kidman) und der neuen News-Produzentin Kayla Pospisil (Margot Robbie), die allesamt bei Fox News unter Leitung des Gründers Roger Ailes (John Lithgow) arbeiten. Jener nutzt seine Machtposition energisch aus. Als Carlson ihn wegen jahrelanger sexueller Nötigung zur Rechenschaft ziehen will, melden sich immer mehr Frauen, die unter dem schamlosen Fehlverhalten des Fox-Gründers gelitten haben. Es beginnt eine Schlacht gegen die Herrschaft toxischer und rücksichtsloser Männer, die das Bild des größten Nachrichtensenders der USA prägen. Mit „Bombshell“ liefert uns Regisseur Jay Roach (Austin Powers 1-3, Game Change, Die Qual der Wahl, Trumbo) ein spannendes Tatsachen-Drama, das mit einem grandiosen Darstellertrio, einer hochbrisanten Story und oscarprämiertem Make-Up und Hairstyling überzeugt.

Wertung:

20. Underwater – Es ist erwacht

Im klaustrophobischen Tiefsee-Thriller „Underwater“ wird das Leben von Ingenieurin Norah (Kristen Stewart) und ihrer Kollegen von einem Erdbeben erschüttert, das die Hülle einer Hightech-Forschungsstation zerstört. Wasser strömt herein und tötet die meisten Crewmitglieder, doch Norah und ihr Kollege Rodrigo (Mamoudou Athie) machen sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Gemeinsam mit Emily (Jessica Henwick), Paul (T.J. Miller) und dem Kapitän (Vincent Cassel) wagen sie schließlich den verzweifelten Versuch, in Taucheranzügen über den Meeresboden bis zur nahegelegenen Bohrstation vorzudringen. Doch dabei müssen sie sich nicht nur mit schlechten Sichtverhältnissen und hohem Druck herumschlagen, sondern werden auch von geheimnisvollen Kreaturen attackiert, die das Beben freigesetzt hat. „Underwater“ ist ein spannender Tiefsee-Thriller, der mit schaurigen Horror-Momenten, coolem Creature-Design und guten Darstellern punktet.

Wertung:

21. Der Unsichtbare

Im Horror-Thriller „Der Unsichtbare“ von Regisseur Leigh Whannell (Insidious: Chapter 3, Upgrade, Wolfman) will sich Cecilia Kass (Elisabeth Moss) aus der gewaltvollen Beziehung zu ihrem kontrollsüchtigen Freund Adrian Griffin (Oliver Jackson-Cohen) lösen. Mit ihrer Schwester (Harriet Dyer), ihrem Kindheitsfreund James (Aldis Hodge) und dessen Tochter (Storm Reid) taucht sie schließlich unter, woraufhin Adrian Selbstmord begeht. Während Cecilia einen erheblichen Teil von dessen Vermögen erbt, häufen sich allerdings die unheimlichen Vorkommnisse in ihrem Leben, die schon bald ein erstes Todesopfer fordern. Die vermeintliche Witwe ist sich sicher, dass ihr Ex seinen Tod nur vorgetäuscht hat und nun unsichtbar Jagd auf alle die ihr lieb sind macht. Was folgt ist ein überaus spannender und abwechslungsreicher Thriller, der von der phänomenalen Leistung von Elisabeth Moss getragen wird.

Wertung:

22. Out of Play – Der Weg zurück

Das Sport-Drama „Out of Play“ fokussiert sich auf Jack Cunningham (Ben Affleck), der in der High School ein Basketball-Phänomen mit einem Universitätsstipendium war und nun aus unbekannten Gründen in Alkohol ertrinkt. Als er gebeten wird eine Basketballmannschaft zu coachen sagt er widerwillig zu und überrascht damit niemanden mehr als sich selbst. Die Jungs fangen nach und nach an als Team zusammenzurücken und Spiele zu gewinnen und Jack hat damit endlich einen Grund gefunden sich seinen inneren Dämonen zu stellen. Der Streifen punktet mit einem genialen Ben Affleck in Höchstform, der sich förmlich die Seele aus dem Leib spielt.

Wertung:

23. Borat Anschluss Moviefilm

In der Satire „Borat Anschluss Moviefilm“ kehrt Journalist Borat (Sacha Baron Cohen) nach 14 Jahren erneut in die USA zurück. Begleitet wird er von seiner Tochter Tutar (Maria Bakalova), die schon bald selbst für Chaos sorgt. Als dann auch noch ein Virus ausbricht, das die Menschen in Quarantäne zwingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. „Borat Anschluss Moviefilm“ ist eine amüsante Fortsetzung, die mit Maria Bakalova als Borat’s Tochter eine große Überraschung bietet, die der Titelfigur fast in jeder Szene die Schau stiehlt.

Wertung:

24. The Devil all the Time

Mit „The Devil all the Time“ liefert und Regisseur Antonio Campos (Buy It Now, Afterschool, Simon Killer, The Sinner) ein knallhartes und raues Krimi-Drama, in dem der junge Arvin Eugene Russell (Tom Holland) zwischen religiösen Fanatikern, Psychopathen und korrupten Sheriffs aufwächst. Arvin will nur diesen Ort hinter sich lassen und der Gewalt entkommen. Aber das Serienkiller-Pärchen Carl (Jason Clarke) und Sandy Henderson (Riley Keough), der korrupte Sheriff Lee Brodecker (Sebastian Stan) und der zwielichtige Priester Preston Teagardin (Robert Pattinson) machen das unmöglich. Bald muss Arvin selbst zur Waffe greifen. „The Devil all the Time“ ist ein etwas langatmig erzählter Thriller, der vollgepackt mit emotionalen Schicksalsschlägen und düsteren Figuren ist, die von einem fabelhaften Ensemble verkörpert werden.

Wertung:

25. Onward: Keine halben Sachen

Im Animationsfilm „Onward“ erhalten die beiden Elfen-Brüder Ian (US-Stimme = Tom Holland) und Barley Lightfoot (Chris Pratt) ein Geschenk von ihrer Mutter (Julia Louis-Dreyfus) überreicht. Es handelt sich um den geheimnisvollen Stock ihres toten Vaters (Kyle Bornheimer), der laut beiliegender Beschreibung die Fähigkeit besitzt, Ian’s und Barley’s Vater für einen Tag in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Doch leider will der Zauber nicht so recht gelingen. Die beiden schaffen nur die Beine zu erschaffen. Die Brüder haben nur 24 Stunden Zeit um den restlichen Teil herbeizuzaubern, sonst sehen sie ihren geliebten Vater nie wieder. „Onward“ ist ein herzergreifendes Fantasy-Abenteuer, das mit sympathischen Figuren, amüsanten Momenten und tollen Animationen aufwartet.

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