Movies&More presents: Die besten Filme des Jahres 2017

Pünktlich zum Jahresende habe ich für euch eine Liste mit den besten Filmen des vergangenen Jahres zusammengestellt.

Um ein möglichst breites Spektrum aus verschiedenen Genres abzudecken, wurden dieses Mal verschiedene Listen für die beiden Kategorien Kinofilme und Netflix-Filme erstellt.

Es wurden nur jene Filme in die Wertung genommen, die tatsächlich im Jahr 2017 im deutschsprachigen Raum in den Lichtspielhäusern gezeigt oder für das Heimkino bzw. auf Streaming-Plattformen veröffentlicht wurden. Alle Filme wurden mit einer Skala zwischen 0 und 5 Sternen bewertet, wobei die Sternevergabe rein subjektiv betrachtet werden sollte.

Zum Abschluss gibt es noch eine Liste mit erwähnenswerten Werken, die es aufgrund kleiner Abstriche nicht in die Top-Listen geschafft haben.

„Movies&More“ wünscht euch viel Spaß mit den besten Filmen aus dem Jahr 2017.

Top 25: Kinofilme

1. Blade Runner 2049

Mit dem Sci-Fi-Meisterwerk „Blade Runner 2049“ liefert uns der französisch-kanadische Regisseur Denis Villeneuve (Prisoners, Enemy, Sicario, Arrival) eines der visuell beeindruckendsten Werke der letzten Jahre. Im 35 Jahre nach dem Original angesiedelten Sequel stößt K (Ryan Gosling) auf ein düsteres Geheimnis, das ihn auf die Spur des ehemaligen Blade Runners Rick Deckard (Harrison Ford) bringt. Was folgt ist ein vielschichtiges und intelligentes Puzzle, das den Zuschauer trotz seiner langen Laufzeit und seiner ruhigen Momente stets in seinen Bann zieht und vor allem im technischen Bereich als Benchmark für künftige Sci-Fi-Filme dienen wird. „Blade Runner 2049“ ist für mich der beste Film des Jahres 2017.

Wertung: 

2. Baby Driver

„Baby Driver“ zählt zu den großen Überraschungen des vergangenen Jahres. Der von Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, The World’s End) inszenierte Action-Thriller verbindet gekonnt packende Verfolgungsjagden mit einer romantischen Lovestory und einem genialen Soundtrack. Der grandiose Cast – angeführt von Youngster Ansel Elgort – verleiht den Figuren das gewisse Etwas und lässt den Zuseher bis zum Ende mitfiebern. Die perfekte Songauswahl dient als treibende Kraft für die Handlung und macht aus „Baby Driver“ ein einzigartiges Erlebnis.

Wertung: 

3. La La Land

Damien Chazelle’s Musical „La La Land“ erzählt die Geschichte von Schauspielerin Mia (Emma Stone) und Jazz-Musiker Sebastian (Ryan Gosling), die sich unsterblich ineinander verlieben und versuchen ihre Beziehung und ihre beruflichen Ambitionen unter einen Hut zu bringen. Die mit famosen Tanz- und Gesangseinlagen gespickte Romanze lädt zum Träumen ein und verzauberte mit seiner leichtfüßigen Art und seinem wunderschönen Soundtrack sowohl Fans als auch Kritiker. Allen voran die grandiosen Performances von Stone und Gosling heben „La La Land“ von den Musicals der letzten Jahre ab.

Wertung: 

4. Hacksaw Ridge

Mit dem Kriegs-Drama „Hacksaw Ridge“ feierte Mel Gibson nach mittlerweile zehn Jahren sein Comeback als Regisseur. In diesem meldet sich Pazifist Desmond T. Doss (Andrew Garfield) freiwillig zum Dienst, beharrt jedoch keine Waffe anzufassen. Desmond wird anfänglich von seinen Vorgesetzten und Kameraden verspottet, doch auf dem Schlachtfeld wächst er über sich hinaus und rettet zahlreichen Verwundeten das Leben. Allen voran Andrew Garfield’s grandiose Darstellung sowie die schonungslose und realistische Kriegs-Szenerie machen aus „Hacksaw Ridge“ ein emotionales Drama, das einen wie ein Schlag in die Magengrube trifft.

Wertung: 

5. Logan: The Wolverine

Im fulminanten Finale der Wolverine-Reihe wird der in die Jahre gekommene Titelheld Logan (Hugh Jackman) mit seiner Sterblichkeit konfrontiert und begibt sich auf eine Endzeit-Odyssee, um diejenigen zu beschützen die er liebt. Hauptdarsteller Hugh Jackman und sein Kollege Patrick Stewart geben in „Logan: The Wolverine“ nochmal alles und liefern im letzten Anlauf gleichzeitig die besten Performances ihrer Laufbahn. Auch Newcomerin Dafne Keen verleiht ihrer Figur eine enorme Bandbreite und fügt sich perfekt in die Story ein. Regisseur James Mangold (Durchgeknallt, Kate & Leopold, Walk the Line, Todeszug nach Yuma) verpasst dem Liebling des X-Men-Universums einen emotionalen Abgesang, der auch vor brutalen Sequenzen nicht zurückschreckt.

Wertung: 

6. Raw

Die französisch-belgische Koproduktion „Raw“ fokussiert sich auf die 16-jährige Vegetarierin Justine (Garance Marillier) die ihr Studium an einer tierärztlichen Hochschule beginnt. Dort angekommen wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Bei abgedrehten Aufnahmeritualen isst sie unter anderem das erste Mal Fleisch, was eine Verkettung an unvorhersehbaren Ereignissen auslöst. Es folgt ein spannender Thriller, der mit zahlreichen Twists und überraschenden Wendungen aufwartet. Vor allem Fans von heftigen WTF-Momenten werden mit „Raw“ ihren Spaß haben.

Wertung: 

7. Es
(OT = It)

Die Horror-Adaption „Es“ basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Stephen King und ging vergangenes Jahr als kommerziell erfolgreichster Film mit einem R-Rating (hierzulande in etwa FSK 18) in die Filmgeschichte ein. Darin nehmen es die Jugendfreunde Bill, Richie, Eddie, Beverly, Ben, Stanley und Mike mit einer monströsen Kreatur auf, die überwiegend als sadistischer Clown Pennywise in Erscheinung tritt. Regisseur Andy Muschietti (Mama) gelingt der Drahtseilakt zwischen einer charmenten Coming of Age-Story und einem spannenden Horror-Thriller mit gelungenen Schockmomenten. Vor allem die Besetzung des sogenannten Club der Loser erwies sich als wahrer Glücksgriff, denn die jungen Darsteller harmonieren perfekt miteinander und verleihen ihren Figuren zahlreiche Facetten.

Wertung: 

8. Get Out

Komiker Jordan Peele (Mad TV, Key and Peele) beweist mit seinem Regiedebüt „Get Out“, dass er das Zeug zu einem vielversprechenden Filmemacher hat. In diesem gesellschaftskritischen Horror-Thriller stattet der afroamerikanische Fotograf Chris (Daniel Kaluuya) mit seiner weißen Freundin Rose (Allison Williams) seinen Schwiegereltern in spe (Bradley Whitford & Catherine Keener) einen Besuch ab. Zunächst scheinen diese sich an der Hautfarbe des Partners ihrer Tochter überhaupt nicht zu stören, doch dann bemerkt Chris die schwarzen Hausangestellten der Familie, die seltsam abwesend und untertänig wirken. Mit „Get Out“ erwartet den Zuschauer ein erfrischend intelligenter Thriller, der mit einigen unvorhersehbaren und schockierenden Wendungen punktet.

Wertung: 

9. Sieben Minuten nach Mitternacht
(OT = A Monster Calls)

In der Romanverfilmung „Sieben Minuten nach Mitternacht“ wird der kleine Conor (Lewis MacDougall) mit dem bevorstehenden Tod seiner schwerkranken Mutter Elizabeth (Felicity Jones) konfrontiert. Während seine strenge Großmutter (Sigourney Weaver) auf ihn aufpasst, wird Conor von seltsamen Alpträumen geplagt und sieht ein unheimliches Baumwesen (Stimme: Liam Neeson), das ihm mehrere Geschichten erzählt. Regisseur J.A. Bayona (Das Waisenhaus, The Impossible, Jurassic World: Das gefallene Königreich) inszenierte ein zutiefst trauriges und zugleich schönes Fantasy-Märchen über Liebe, Trauer und Tod, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Wertung: 

10. Star Wars: Die letzten Jedi
(OT = Star Wars: The Last Jedi)

Mit „Star Wars: Die letzten Jedi“ liefert uns Regisseur Rian Johnson (Brick, Brothers Bloom, Breaking Bad, Looper) das mutigste und zugleich polarisierendste Kapitel der Sternen-Saga. Während der Widerstand rund um General Leia Organa (Carrie Fisher), Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac) und Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega) von der Ersten Ordnung verfolgt wird, versucht Rey (Daisy Ridley) den legendären Jedi-Meister Luke Skywalker (Mark Hamill) zu überzeugen sich dem Widerstand anzuschließen. Luke’s ehemaliger Schützling Kylo Ren (Adam Driver) wird unterdessen von seiner inneren Zerrissenheit gequält und stets vom finsteren Strippenzieher Snoke (Andy Serkis) manipuliert. Der zweite Teil der neuen Trilogie manövriert das Franchise in eine erfrischende Richtung und bietet sowohl grandiose Schauwerte als auch bombastische Action und überraschende Charakterentwicklungen.

Wertung: 

11. A Cure for Wellness

„A Cure for Wellness“ entführt den Zuschauer auf eine schaurige Reise in die finstersten Winkel der Schweizer Alpen. Der junge Angestellte Mr. Lockhart (Dane DeHaan) wird von seiner Firma in einer mysteriöse Wellness-Einrichtung geschickt, um einen Kollegen zurückzuholen. Gemeinsam mit Langzeitpatientin Hannah (Mia Goth) kommt Lockhart einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur, das seinen Verstand auf die Probe stellt. Regisseur Gore Verbinski (Mexican, Ring, Pirates of the Caribbean 1-3, Lone Ranger) schuf einen schockierenden Mystery-Thriller, der mit einer beeindruckenden Optik und alptraumhaften Bildern eine unheimliche Atmosphäre erzeugt.

Wertung: 

12. Die Taschendiebin
(OT = The Handmaiden)

„Die Taschendiebin“ – der neueste Streich von Regisseur Park Chan-wook (Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy, Lady Vengeance, Stoker) – basiert auf dem Roman „Solange du lügst“ von Sarah Waters, in dem Taschendiebin Sookee (Kim Tae-Ri) auf das Anwesen der reichen japanischen Erbin Hideko (Kim Min-Hee) reist um dort als Dienstmädchen zu arbeiten. Gemeinsam mit einem Heiratsschwindler (Jung-Woo Ha) plant sie Hideko um ihr gesamtes Vermögen zu erleichtern. Ihr Vorhaben verläuft alles andere als geplant und es kommt zu einem erotischen Katz und Maus-Spiel voller Wendungen und Intrigen, das in einen grandiosen Schlussakt mündet.

Wertung: 

13. Guardians of the Galaxy Vol. 2

In der Comicverfilmung „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ aus dem Hause Marvel Studios bekommen es die Guardians rund um Star-Lord (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket (Stimme: Bradley Cooper) und Baby Groot (Stimme: Vin Diesel) unter anderem mit den Sovereign People und abtrünnigen Ravagern zu tun. Außerdem lernt Star-Lord endlich seinen biologischen Vater (Kurt Russell) kennen, der einige Überraschungen für ihn bereithält. James Gunn (Slither, Super, Movie 43) ist mit „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ erneut ein witziges und actionreiches Sci-Fi-Abenteuer gelungen, das von seinen sympathischen Charakteren und deren Zusammenspiel lebt.

Wertung: 

14. Begabt – Die Gleichung eines Lebens
(OT = Gifted)

Frank Adler (Chris Evans) lebt gemeinsam mit seiner hochbegabten Nichte Mary (Mckenna Grace) in einer kleinen Küstenstadt in Florida und versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Als Mary’s Lehrerin Bonnie (Jenny Slate) ihre mathematischen Stärken bemerkt, setzt sie alles daran ihr einen Platz in einer besseren Schule zu verschaffen. Der alleinerziehende Frank ist davon nicht begeistert und muss sich auch noch mit seiner Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) rumschlagen, die das Sorgerecht für Mary fordert. Youngster Mckenna Grace stiehlt mit ihrer bezaubernden Performance allen die Schau und ist gleichzeitig die Konstante für alle Figuren. Mit „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ liefert Regisseur Marc Webb (500 Days of Summer, The Amazing Spider-Man 1-2) ein gefühlsbetontes Drama mit einem grandiosem Cast und einer herzergreifenden Story.

Wertung: 

15. Wo die wilden Menschen jagen
(OT = Hunt for the Wilder People)

Die Abenteuer-Dramedy „Wo die wilden Menschen jagen“ von Regisseur Taika Waititi (Flight of the Conchords, 5 Zimmer Küche Sarg, Thor: Tag der Entscheidung) erzählt die Geschichte des rebellischen und trotzigen Problemkinds Ricky (Julian Dennison), das von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde. Bei der liebevollen Bella (Rima Te Wiata) und dem mürrischen Outlaw Hec (Sam Neill) fühlt er sich endlich gut aufgehoben. Eines Tages kommt es zu einer Tragödie in der neuen Familie und Ricky flieht gemeinsam mit Hec vor den Behörden in die neuseeländische Wildnis. Das ungleiche Paar stürzt von einer chaotischen Situation in die nächste und erlebt dabei ein irrwitziges Abenteuer, das für einige Lacher und emotionale Momente sorgt.

Wertung: 

16. Silence

Im Historie-Drama „Silence“ reist der junge portugiesische Jesuit Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield) gemeinsam mit seinem Begleiter Bruder Francisco Garrpe (Adam Driver) nach Japan, um als Priester geheime Missionsarbeit zu leisten und den berühmten Pater Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) zu suchen, der völlig unerwartet vom Glauben abgefallen sein soll. Die von Regisseur Martin Scorsese (Aviator, Departed – Unter Feinden, The Wolf of Wall Street) inszenierte Romanverfilmung schildert in schonungslosen Bildern die brutale Verfolgung der Christen im Jahr 1638, die Folterungen, Kreuzigungen und unmenschliche Demütigungen über sich ergehen lassen mussten. Andrew Garfield und Adam Driver haben sich für ihre Rollen bis zu den Knochen abgehungert und liefern gemeinsam mit Liam Neeson beeindruckende Performances ab.

Wertung: 

17. The Edge of Seventeen

Die Dramedy „The Edge of Seventeen“ fokussiert sich auf Außenseiterin Nadine (Hailee Steinfeld) und ihre beste Freundin Krista (Haley Lu Richardson), deren Freundschaft zu zerbrechen droht, als Krista eine Beziehung mit Nadine’s Bruder Darian (Blake Jenner) anfängt. Plötzlich muss Nadine ganz alleine mit ihrem Leben zurechtkommen und fühlt sich einsamer und verzweifelter als je zuvor. Einzig ihr Lehrer Mr. Bruner (Woody Harrelson) scheint sie zu verstehen und hat ein offenes Ohr für den nachdenklichen Teenager. „The Edge of Seventeen“ ist eine überraschend charmante Coming of Age-Story, die durch die leichtfüßige und vielschichtige Performance von Youngster Hailee Steinfeld getragen wird.

Wertung: 

18. Wilde Maus

Im Regiedebüt des österreichischen Schauspielers Josef Hader (Silentium, Der Knochenmann, Das ewige Leben, Vor der Morgenröte) wird Musik-Kritiker Georg (Hader) von seinem Chef (Jörg Hartmann) wegen Sparmaßnahmen gekündigt. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) begibt sich Georg auf einen nächtlichen Rachefeldzug, der mit kleinen Sachbeschädigungen beginnt und immer perfidere Formen annimmt. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger) erzählt er nichts, denn diese ist ohnehin nur damit beschäftigt sich mit ihm wegen jeder Kleinigkeit zu streiten. Hader liefert mit „Wilde Maus“ einen grandiosen Einstand voller knallharter Situationen und schwarzem Humor, der sich mit seiner konsequenten Machart den Titel bester österreichischer Film des Jahres verdient.

Wertung: 

19. The Eyes of My Mother

Die junge Francisca (Olivia Bond) lebt gemeinsam mit ihren Eltern (Diana Agostini und Paul Nazak) auf einer Farm im Nirgendwo. Ihre Mutter, eine ehemalige Chirurgin, bringt ihr alles über die Anatomie des Menschen bei und konfrontiert sie bereits in jungen Jahren mit Themen wie Angst, Trauer und Tod. Als eines Tages plötzlich ein Fremder (Will Brill) vor dem Haus steht, geschieht etwas Furchtbares, das Francisca’s Leben bis in die Grundfesten erschüttert. Der eindringlich in klarem Schwarz-Weiß gehaltene Streifen, schildert die Odyssee einer jungen Frau, die durch ein schreckliches Ereignis in ihrer Kindheit eine unvorhersehbare Wandlung vollzieht. Allen voran Kika Magalhaes, die zu einem späteren Zeitpunkt Francisca als junge Frau verkörpert, beweist enorm viel Talent und ein breites emotionales Spektrum. Allen Horror-Fans, mit einer hohen Toleranzgrenze für Gore und Schockmomenten, sei „The Eyes of My Mother“ wärmstens ans Herz gelegt. Alle anderen sollten einen großen Bogen um diesen Film machen, denn dieser kleine aber feine Höllentrip ist nichts für schwache Nerven.

Wertung: 

20. Moonlight

„Moonlight“ erzählt die wahre Geschichte des neunjährigen Jungen Chiron (Alex R. Hibbert), der nicht viel spricht und seinen Kummer in sich hineinfrisst, den seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris) mit ihrer Cracksucht verursacht. Erst bei Drogenhändler Juan (Mahershala Ali) und dessen Freundin Teresa (Janelle Monáe) öffnet sich der Junge langsam. Als Teenager (Ashton Sanders) hat Chiron starke Probleme an der Highschool, weil er anders ist und mit seinem besten Kumpel Kevin (Jharrel Jerome) die ersten homosexuellen Erfahrungen macht. Mit Ende 20 hat Chiron die Opferrolle abgelegt und macht sein Geld als Drogendealer Black (Trevante Rhodes). Das von Barry Jenkins (Medicine for Melancholy) inszenierte Drama wurde bei der letzten Oscar-Verleihung als bester Film ausgezeichnet und punktet durch sein großartiges Ensemble, den besonderen Look und die tragische Geschichte eines jungen Afroamerikaners, der verzweifelt versucht seinen Platz auf dieser Welt zu finden.

Wertung: 

21. Thor: Tag der Entscheidung
(OT = Thor: Ragnarok)

Im dritten Teil des Franchises muss sich Thor (Chris Hemsworth) mit der finsteren Hela (Cate Blanchett) herumschlagen, die die Herrschaft über Asgard an sich reißen will und den Titelhelden auf dem Schrottplaneten Sakaar zurücklässt. Dort angekommen trifft er auf seinen früheren Mitstreiter Hulk (Mark Ruffalo), der mittlerweile zum Gladiator-Champion aufgestiegen ist. Gemeinsam mit Loki (Tom Hiddleston) und Kriegerin Valkyrie (Tessa Thompson) versuchen sie zu flüchten und Asgard vor dem Untergang zu bewahren. Mit „Thor: Tag der Entscheidung“ haut uns Regisseur Taika Waititi (Flight of the Conchords, 5 Zimmer Küche Sarg, Wo die wilden Menschen jagen) eine äußerst erfrischende und witzige Comicverfilmung um die Ohren, die den hammerschwingenden Donnergott völlig neu erfindet. Die bombastische Action, der sympathische Cast und der gute Mix aus Charaktermomenten und Humor machen das dritte Abenteuer zum bis dato besten Teil der Reihe.

Wertung: 

22. Spider-Man: Homecoming

Mit „Spider-Man: Homecoming“ kam vergangenes Jahr das mittlerweile zweite Reboot der Spider-Man-Reihe in die Kinos. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield durfte sich nun Youngster Tom Holland in den rot-blauen Strampler zwängen. Erstmals spielt das Franchise im selben Universum wie die Avengers, was einer klugen Kooperation zwischen Sony Pictures und Marvel Studios zu verdanken ist. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten mit dem beliebten Charakter gab es bereits in „The First Avenger: Civil War“, in dem Peter Parker von seinem Mentor Tony Stark aka Iron Man angeworben wurde und seinen ersten Kurzauftritt als Spider-Man absolvierte. Im ersten richtigen Solo-Abenteuer darf Tom Holland nun seine volle Bandbreite zeigen und erweist sich als Idealbesetzung. Er verleiht dem aufgeweckten Highschool-Studenten Peter Parker die nötige Naivität und erhält als Spider-Man eine Reihe an heroischen Momenten. Mit Michael Keaton konnte außerdem ein vielseitiger Darsteller verpflichtet werden, der sich als passender Bösewicht in das Gesamtwerk einfügt. „Spider-Man: Homecoming“ ist eine unterhaltsame Comicverfilmung, die die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft erfolgreich im Marvel Cinematic Universe etabliert.

Wertung: 

23. Wonder Woman

„Wonder Woman“ ist eine weitere Comicverfilmung die es in die Liste der besten Filme des Jahres geschafft hat. Anders als die Konkurrenz aus dem Hause Marvel Studios, die in den letzten Jahren stets Erfolge feierte, hat Warner Bros. nun auch endlich eine gelungene DC-Adaption auf die Leinwand gezaubert. Regisseurin Patty Jenkins (Monster) und Hauptdarstellerin Gal Gadot (Fast & Furious 4-6, Triple 9, Die Jones, Justice League) beweisen mit einer gehörigen Portion Frauenpower, dass auch die Ladies ein Wörtchen im Superhelden-Genre mitzureden haben. Als der amerikanische Pilot Steve Trevor (Chris Pine) auf der Insel Themyscira strandet und von einem grauenvollen Krieg berichtet, der in der Welt der Menschen tobt, vermutet Prinzessin Diana (Gadot) dahinter das Wirken des vor langer Zeit verbannten Kriegsgottes Ares. So folgt sie Steve in unsere Welt und lässt ihr Zuhause hinter sich. Mitten im Schlachtgetümmel findet Diana ihre wahre Bestimmung und wächst über sich selbst hinaus. Die äußerst charmante Performance von Gal Gadot, ihre Chemie mit Chris Pine sowie die bombastische Action machen aus „Wonder Woman“ ein packendes und unterhaltsames Abenteuer.

Wertung: 

24. Planet der Affen: Survival
(OT = War for the Planet of the Apes)

Im großen Finale der Planet der Affen-Trilogie spitzt sich die Lage für Anführer Caesar (Andy Serkis) und seinen Affenstamm zu. Eine Spezialeinheit unter Führung des brutalen Colonel (Woody Harrelson) will Caesar um jeden Preis tot sehen. So werden vor den Toren San Franciscos weiterhin blutige Gefechte ausgetragen und der sonst friedliebende Caesar ist gezwungen die Wälder zu verlassen und sich mit einigen weiteren Verbündeten gegen den Colonel zur Wehr zu setzen. „Planet der Affen: Survival“ ist vor allem visuell ein richtiger Leckerbissen. Die vollständig per Motion Capture und CGI-Technik zum Leben erweckten Affen sehen in jeder Szene unfassbar realistisch aus und stellen alle bisher künstlich erschaffenen Figuren in den Schatten. Storytechnisch kommt der dritte Teil zwar nicht ganz an seinen grandiosen Vorgänger heran, aber Regisseur Matt Reeves (Felicity, Cloverfield, Let Me In) bringt die Entwicklung von Caesar zu einem bildgewaltigen und befriedigenden Abschluss.

Wertung: 

25. Dunkirk

Christopher Nolan’s ambitioniertes Kriegs-Drama „Dunkirk“ hat es gerade noch auf die Liste der besten Filme des Jahres geschafft. Für sein neuestes Werk hat sich der „Dark Knight“-Regisseur für eine ganz besondere Erzähltechnik entschieden, die die Geschehnisse nahe der französischen Hafenstadt Dünnkirchen im Jahr 1940 auf drei zeitversetzten Ebenen schildert. Während die eingekesselten Soldaten, darunter Tommy (Fionn Whitehead), Alex (Harry Styles) und Gibson (Aneurin Barnard), am Boden ums Überleben kämpfen, sorgen RAF-Piloten wie Farrier (Tom Hardy) in ihren Spitfires für Feuerschutz aus der Luft. Gleichzeitig eilen von Commander Bolton (Kenneth Branagh) koordinierte Zivilisten wie Mr. Dawson (Mark Rylance) den eingekesselten Soldaten mit ihren kleinen Booten übers Wasser zu Hilfe. „Dunkirk“ ist ein technisch überragendes und intensives Werk, das den Krieg auf eine ungewöhnliche Art und Weise thematisiert.

Wertung: 

Erwähnenswerte Filme:

  • Atomic Blonde
  • The Birth of a Nation
  • Bob, der Streuner
  • Bleed for This
  • Colossal
  • Elle
  • Fast & Furious 8
  • Fences
  • The Founder
  • Free Fire
  • The Girl with all the Gifts
  • Headshot
  • Hell or High Water
  • Hidden Figures
  • Into the Forest
  • Jackie
  • Jahrhundertfrauen
  • John Wick: Kapitel 2
  • Kong: Skull Island
  • The LEGO Batman Movie
  • Lion
  • Manchester by the Sea
  • Passengers
  • Shot Caller
  • Split
  • T2: Trainspotting
  • Train to Busan
  • Una und Ray
  • Die Verführten

Top 20: Netflix-Filme

1. To the Bone

„To the Bone“ erzählt die Geschichte der 20-jährigen Ellen (Lily Collins), die an einer schweren Essstörung leidet und ihre Jugend in unterschiedlichen Therapiezentren verbrachte. Nachdem von Ellen fast nichts mehr übrig ist, wird sie von ihrer Familie zu einer ungewöhnlichen Therapie geschickt. Fortan lebt sie gemeinsam mit anderen Patienten in einer Wohngruppe unter Aufsicht des Psychologen Dr. William Beckham (Keanu Reeves). Die ausgefallenen Regeln überraschen Ellen und sie findet schnell Gleichgesinnte, die ihre ganz eigenen persönlichen Probleme mit sich bringen. Hauptdarstellerin Lily Collins liefert eine überirdische Performance ab und hungerte sich für ihre Rolle bis auf die Knochen. Das Resultat ist ein herzergreifendes Drama über eine junge Frau, die versucht ihre Krankheit zu überwinden und sich so zu akzeptieren wie sie ist.

Wertung: 

2. Mudbound

Das von Regisseurin Dee Rees (Szabad, Bessie, When We Rise, Electric Dreams) inszenierte Drama „Mudbound“  fokussiert sich auf zwei Familien, die kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Mississippi-Delta aufeinander treffen. Die Afroamerikaner Hap und Florence Jackson (Rob Morgan & Mary J. Blige) bewirtschaften schon seit Generationen ein Stück Land und versuchen sich ein freies, selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Henry und Laura McAllan (Jason Clarke & Carey Mulligan) sind hingegen weiß und gerade erst gemeinsam mit Henry’s Vater Pappy (Jonathan Banks) aus Memphis hergezogen und müssen sich erst noch mit dem eintönigen Leben und der harten Arbeit auf einer Farm arrangieren. Als sich die aus dem Krieg heimgekehrten Söhne der Familien – Jamie McAllan (Garrett Hedlund) und Ronsel Jackson (Jason Mitchell) – anfreunden, kommt es zu einem Konflikt, der schon bald zu eskalieren droht. Der phänomenale Cast und das realistische Setting machen aus „Mudbound“ ein spannendes Familien-Drama, das sich gekonnt mit Rassenkonflikten auseinandersetzt.

Wertung: 

3. Der weite Weg der Hoffnung
(OT = First They Killed My Father)

Im auf einer wahren Geschichte basierenden Kriegs-Drama „Der weite der Weg der Hoffnung“ beschäftigt sich Regisseurin Angelina Jolie (In the Land of Blood and Honey, Unbroken, By the Sea) mit dem Schreckensregime der Roten Khmer, die im Jahr 1975 in Kambodscha einfallen und die Herrschaft im Land übernehmen. Dies wird alles aus des Sicht des damals 5-jährigen Mädchens Loung Ung (Sareum Srey Moch) erzählt, die gemeinsam mit ihrer Familie zur Feldarbeit gezwungen wird und schließlich in ein anderes Camp flüchtet, wo sie zur Kindersoldatin ausgebildet wird. In schonungslosen Bildern zeigt uns Jolie wie der Krieg eine Familie auseinander reißt und das Leben eines kleinen Mädchens für immer verändert.

Wertung: 

4. Imperial Dreams

Der 21-jährige Bambi (John Boyega) saß zwei Jahre im Gefängnis und will sich nach seiner Entlassung um seinem vierjährigen Sohn kümmern. Weil auch seine Freundin Samaara (Keke Palmer) im Gefängnis einsitzt, musste er den Jungen in der Obhut seines drogendealenden Onkels Shrimp (Glenn Plummer) lassen. Schon bald wird Bambi von seiner Vergangenheit eingeholt und weder das Leben in seiner ärmlichen Nachbarschaft noch der Einfluss seines Bruders Wayne (Rotimi) und seines Cousins Gideon (De’aundre Bonds) machen es ihm leicht, eine weiße Weste zu behalten. Mit dem Drama „Imperial Dreams“ zeigt John Boyega (Detroit, Pacific Rim: Uprising, Star Wars Episode 7-9) sein enormes Talent und beweist, dass er das Zeug zum ambitionierten Charakterdarsteller hat.

Wertung: 

5. 1922

Das auf einer Geschichte von Erfolgsautor Stephen King basierende Krimi-Drama „1922“ dreht sich um Wilfred James (Thomas Jane), der mit seiner Frau Arlette (Molly Parker) und seinem Sohn Henry (Dylan Schmid) im Nebraska des Jahres 1922 lebt. Wilfreds ganzer Stolz sind sein Haus und Hof sowie sein Sohn. Als Arlette von ihrem Vater ein Anwesen erbt und das Leben auf dem Land hinter sich lassen will, um gemeinsam mit Henry in die Stadt zu ziehen, trifft Wilfred eine tödliche Entscheidung. Was folgt ist ein nervenzerreißender und schockierender Trip in die tiefsten Abgründe des menschlichen Verstands mit einem Thomas Jane in Höchstform.

Wertung: 

6. Okja

Die junge Mija (Seo-Hyun Ahn) ist gemeinsam mit einem riesigen und sanftmütigen Tier namens Okja in den Bergen Südkoreas aufgewachsen. Doch mit dem ruhigen Leben ist es vorbei, als ein internationaler Konzern namens Mirando, der von der arroganten Geschäftsführerin Lucy Mirando (Tilda Swinton) angeführt wird, Okja nach New York entführt. Dort soll das Tier für kapitalistische Zwecke benutzt werden. Mija begibt sich auf eine Rettungsaktion und muss sich nicht nur mit profitgierigen Konzernen auseinandersetzen, sondern auch mit wütenden Demonstranten und Konsumenten, die Okja ebenfalls für ihre jeweiligen Zwecke einspannen wollen. In Bong Joon-Ho’s (Memories of Murder, The Host, Snowpiercer) neuestem Werk verstecken sich zahlreiche gesellschaftskritische Themen, die in Verbindung mit Seo-Hyun Ahn’s charmanter Performance ein intelligentes und amüsantes Sci-Fi-Abenteuer ergeben.

Wertung: 

7. Sand Castle

Eine Gruppe von Soldaten kämpft im Jahr 2013 mitten im Irak-Krieg und bekommt den Auftrag, eine Wasserpumpstation zu reparieren, die von US-Bomben beschädigt wurde. Die Einheit, zu der auch der junge und unerfahrene Private Matt Ocre (Nicholas Hoult) gehört, muss das Vertrauen zu den Menschen vor Ort gewinnen, die gerade noch unter US-Bomben gelitten haben. Bei den Patrouillen durch die Straßen, Märkte und Schulen der Stadt müssen die Soldaten erfahren, was der Krieg wirklich anrichtet. „Sand Castle“ ist ein spannendes Kriegs-Drama, das bewusst auf groß angelegte Action verzichtet und sich stattdessen auf die einzelnen Charaktere und ihr Schicksal in einer fremden und lebensgefährlichen Umgebung fokussiert.

Wertung: 

8. Fremd in der Welt
(OT = I Don’t Feel at Home in This World Anymore)

Das Leben der liebenswürdigen Pflegehelferin Ruth Kimke (Melanie Lynskey) wird völlig auf den Kopf gestellt, als ihr bei einem Überfall der Laptop und das kostbare Tafelsilber ihrer Großmutter geklaut wird. Hilfe findet sie bei ihrem unausstehlichen und exzentrischen Nachbarn Tony (Elijah Wood). Die gemeinsame Diebesjagd entwickelt sich schnell zu einer überaus gefährlichen Angelegenheit, denn die Verbrecher mit denen sie sich anlegen sind keine Gelegenheitsdiebe, sondern gnadenlose Kriminelle. Mit „Fremd in der Welt“ wird uns eine erfrischende Krimi-Komödie geboten, die vor allem mit irrwitzigen Momenten und einem tollen Darsteller-Duo punktet.

Wertung: 

9. The Meyerowitz Stories (New and Selected)

„The Meyerowitz Stories (New and Selected)“ handelt von Danny Meyerowitz (Adam Sandler), der im Schatten seines Vaters Harold (Dustin Hoffman), einem egoistischen, mittelmäßig erfolgreichen Bildhauer, lebt. Frisch geschieden und körperlich nicht in der Lage, lange zu sitzen, ohne danach zu hinken, kommt er genauso wenig vom Vater los wie seine Schwester Jean (Elizabeth Marvel). Nur Halbbruder Matthew (Ben Stiller) konnte sich abkapseln. Als ein großes Event ansteht, bei dem Harold für seine Künste geehrt werden soll, findet die Familie allmählich wieder zusammen. Regisseur Noah Baumbach (Greenberg, Frances Ha, Gefühlt Mitte Zwanzig, Mistress American) schafft es in seiner neuesten Dramedy jedes Mitglied der Meyerowitz-Familie ausreichend zu beleuchten. Vor allem Adam Sandler, der in den letzten Jahren überwiegend in unterdurchschnittlichen Komödien zu sehen war, liefert in Zusammenspiel mit Youngster Grace Van Patten (spielt seine Tochter Eliza) die beste Performance seit langem.

Wertung: 

10. Small Crimes

Der ehemalige Cop Joe Denton (Nikolaj Coster-Waldau) hat wegen versuchtem Mordes an einem Staatsanwalt (Michael Kinney) sechs Jahre im Gefängnis gesessen und kehrt nach seiner Entlassung nach Hause zurück. Seine Eltern (Jacki Weaver und Robert Forster) haben nur wenig Hoffnung auf eine Besserung und auch seine Frau hat ihn mitsamt den gemeinsamen Kindern verlassen. Joe wird schnell von seiner Vergangenheit eingeholt und findet sich zwischen den Fronten wieder, als ihn sein korrupter Ex-Partner (Gary Cole), der besagte Staatsanwalt und ein Mafiaboss (Shawn Lawrence) für ihre Zwecke einspannen wollen. Nach „Shot Caller“ beweist „Game of Thrones“-Star Nikolaj Coster-Waldau mit „Small Crimes“ erneut sein Gespür für erfrischende Krimi-Thriller. Regisseur E.L. Katz (Cheap Thrills, The ABCs of Death 2, Scream) schafft es die Spannungsschraube bis zum Ende zu drehen und liefert uns ein fulminantes und schockierendes Finale.

Wertung: 

11. Wheelman

In „Wheelman“ fährt ein Fluchtwagenfahrer (Frank Grillo) mit zwei Bankräubern zum Zielort und bekommt, während die Tat verübt wird, einen Anruf vom angeblichen Organisator des Verbrechens. Der Fahrer erhält den Auftrag die Beute im Kofferraum zu deponieren und die Räuber am Parkplatz zurücklassen. Während der Fahrer den Instruktionen folgt, versucht er herauszufinden wer der mysteriöse Anrufer ist. Was folgt ist ein hochspannender und minimalistischer Thriller auf engstem Raum, der von der grandiosen Performance von Hauptdarsteller Frank Grillo (Warrior, The Grey – Unter Wölfen, Kingdom, Beyond Skyline) lebt. „Wheelman“ spielt sich größtenteils im Cockpit eines Autos ab und schafft es mit seiner erfrischenden Machart den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.

Wertung: 

12. The Discovery

Dem Wissenschaftler Thomas Harbor (Robert Redford) gelingt in naher Zukunft der unumstößliche Beweis für die Existenz eines Lebens nach dem Tod. Diese bahnbrechende Entdeckung hat tiefschürfende Auswirkungen auf die Menschheit. Immer mehr Menschen nehmen sich nach Harbor’s Entdeckung freiwillig das Leben, um ins Jenseits zu gelangen, wo sie sich eine sorgenfreie Existenz und einen neuen Anfang erhoffen. Unterdessen führt Harbor seine Experimente gemeinsam mit seinem Sohn Toby (Jesse Plemons) in seinem Haus auf einer abgelegenen Insel in New England fort. Eines Tages stattet ihm sein zweiter Sohn Will (Jason Segel) einen Besuch ab und versucht ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Will trifft dabei auf die geheimnisvolle Isla (Rooney Mara), die aus ihren eigenen mysteriösen Gründen auf der Insel ist. Das romantische Sci-Fi-Drama „The Discovery“ ist eine ambitionierte Reise ins Ungewisse und beschäftigt sich mit der spannenden Frage was uns nach dem Tod erwartet.

Wertung: 

13. Win It All

In Joe Swanberg’s (Drinking Budies, Love, Easy) Komödie „Win It All“ gelangt der glücksspielsüchtige Eddie Garrett (Jake Johnson) völlig unerwartet zu einer Tasche voller Geld, die ihm ein Bekannter anvertraut, der eine Gefängnisstrafe absitzen muss. Natürlich kann er nicht widerstehen und versucht das Geld im Casino zu vervielfachen. Leider verliert er aufgrund einer Pechsträhne den gesamten Betrag und muss zusehen, wie er das Geld wiederbeschaffen kann, bevor sein Bekannter entlassen wird. Gleichzeitig lernt Eddie die hübsche Eva (Aislinn Derbez) kennen und gibt sich als verantwortungsbewusster und zuverlässiger Erwachsener aus, der er beim besten Willen nicht ist. Hauptdarsteller und Co-Autor Jake Johnson (New Girl, Jurassic World, Comrade Detective, Die Mumie) verleiht seinem Charakter einen perfekten Mix aus Witz und Ernsthaftigkeit. „Win It All“ ist die charmante Geschichte eines Losers, die den Zuschauer mit seiner amüsanten Machart bis zum Ende unterhält.

Wertung: 

14. Tramps

Der angehende Koch Danny (Callum Turner) springt in der Komödie „Tramps“ für seinen inhaftierten Bruder Darren (Michal Vondel) bei einem auf den ersten Blick simplen und harmlosen Coup ein. Gemeinsam mit der hübschen Fahrerin Ellie (Grace Van Patten) soll er eine Tasche voller Bargeld einsammeln und an einer U-Bahn-Station in Manhattan bei einer fremden Frau eintauschen. Doch Danny schnappt sich die Tasche der falschen Dame und muss so schnell wie möglich die richtige Tasche mit dem Geld wiederbeschaffen. Gemeinsam mit Ellie begibt er sich auf die Suche und die beiden kommen sich nach und nach näher. Die talentierten Youngsters Callum Turner und Grace Van Patten sorgen mit ihrer zwanglosen und charmanten Performance für einen angenehmen romantischen Flair und einige überraschende Charakterentwicklungen. Mit seiner zweiten Arbeit liefert uns Regisseur Adam Leon (Gimme the Loot) die erfrischende Geschichte zweier Jugendlicher, die durch eine Verkettung unvorhersehbarer Ereignisse zueinander finden.

Wertung: 

15. Bright

Nach der enttäuschenden Comicverfilmung „Suicide Squad“ kehrt Regisseur David Ayer (Harsh Times, Street Kings, End of Watch, Herz aus Stahl) wieder zu seinen Krimi-Wurzeln zurück und liefert mit „Bright“ einen erfrischenden Mix aus Buddy/Cop-Drama und Fantasy-Abenteuer. In einer alternativen Gegenwart leben Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks friedlich gemeinsam auf der Erde. Doch zwischen den Spezies gibt es Spannungen. Der menschliche Cop Daryl Ward (Will Smith) bekommt mit Nick Jakoby (Joel Edgerton) erstmals einen Ork-Partner an die Seite gestellt, was zum Aufschrei innerhalb des Departments führt. Eines Nachts entdeckt das ungleiche Duo ein mysteriöses Artefakt, das viel Chaos anrichten könnte. Ward und Jakoby müssen sich zusammenraufen und ihre Differenzen beiseite legen. Die Größte Stärke von „Bright“ ist die knallharte Action und die Chemie zwischen dem gut aufgelegten Star-Duo Will Smith und Joel Edgerton, die mit ihrem lockeren und sympathischen Zusammenspiel den Streifen vor einer recht schwachen und inkonsequenten Story retten.

Wertung: 

16. War Machine

Die Kriegs-Satire „War Machine“ fokussiert sich auf General Glen McMahon (Brad Pitt), der unter den hochdekorierten amerikanischen Generälen den Ruf genießt, ein echter Rockstar zu sein. Als ihm das Kommando über die Truppen in Afghanistan übertragen wird, ist McMahon fest entschlossen möglichst bald den Sieg davonzutragen. Damit seine neue Strategie umgesetzt werden kann, müssen er, seine Offiziere und die Berater rund um den Globus reisen um Allianzen zu knüpfen, Truppen einzusammeln und sich mit Politik und Medien herumzuschlagen. Regisseur David Michod (Königreich des Verbrechens, The Rover) versammelt ein fabelhaftes Ensemble rund um Superstar Brad Pitt und nimmt mit „War Machine“ die Kriegsthematik gehörig auf die Schippe.

Wertung: 

17. Message from the King

In „Message from the King“ begibt sich der rätselhafte Außenseiter Jacob King (Chadwick Boseman) nach Los Angeles, um dem plötzlichen Verschwinden seiner Schwester auf den Grund zu gehen. Hauptdarsteller Chadwick Boseman (42, Get on Up, The First Avenger: Civil War, Marshall), der demnächst als Superheld Black Panther zu sehen ist, prügelt sich durch einen kompromisslosen Thriller mit düsterer Atmosphäre. Unterstützt wird er dabei von einem gut agierenden Cast, der unter anderem aus Luke Evans, Teresa Palmer und Alfred Molina besteht. Fans von spannenden Rachegeschichten werden mit „Message from the King“ ihren Spaß haben.

Wertung: 

18. Das Spiel
(OT = Gerald’s Game)

Der auf einer Geschichte von Stephen King basierende Horror-Thriller „Das Spiel“ fokussiert sich auf Jessie (Carla Gugino), die gemeinsam mit ihrem Mann Gerald (Bruce Greenwood) übers Wochenende in ein abgelegenes Haus am See fährt. Dort wollen sie an ihrer Beziehung arbeiten und ihr Sexleben ein wenig aufpeppen. Doch Jessie merkt schnell, dass sie mit Handschellen und Rollenspielen nur wenig anfangen kann und bittet ihren Mann, sie wieder vom Bett zu befreien. Bevor Gerald dies tun kann, erleidet er jedoch einen Herzinfarkt und fällt tot vom Bett. Die Grundstücke der nächsten Nachbarn liegen meilenweit entfernt und sind noch dazu momentan unbewohnt, so dass alles Schreien nach Hilfe vergeblich ist. Regisseur Mike Flanagan (Absentia, Oculus, Before I Wake, Ouija: Ursprung des Bösen) spielt gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer und reichert die Adaption mit einigen überraschenden Momenten und schockierenden Wendungen an.

Wertung: 

19. Shimmer Lake

Im Krimi-Thriller „Shimmer Lake“ ist Andy (Rainn Wilson) mit einem Haufen Geld auf der Flucht, das von einem Überfall mit seinen Komplizen Chris Morrow (Mark Rendall) und Ed Burton (Wyatt Russell) stammt. Der Flüchtige hat diverse Gesetzeshüter wie die FBI-Agenten Kurt Biltmore (Rob Corddry) und Kyle Walker (Ron Livingston) sowie die Cops Reed Ethington (Adam Pally) und Zeke Sikes (Benjamin Walker) an den Fersen, die allesamt versuchen das gesamte Geschehen zu rekonstruieren und den Fall aufzuklären. Sikes ist persönlich mit dem Verbrechen verbunden, denn der Hauptverdächtige ist sein Bruder. Das großartige Ensemble harmoniert überwiegend gut miteinander und sorgt für einige interessante Charakterentwicklungen. Oren Uziel trifft bei seinem Regiedebüt „Shimmer Lake“ die Entscheidung alle Geschehnisse rückwärts zu erzählen. Diese Herangehensweise ist zugleich Fluch und Segen des Films. Zwar ist es für den Zuschauer spannend die einzelnen Abschnitte nach und nach zu einem großen Puzzle zusammenzufügen, doch schlussendlich ist der Fall selbst relativ unspektakulär und hinterlässt am Ende einen faden Beigeschmack.

20. The Bad Batch

Der Genre-Mix „The Bad Batch“ spielt in naher Zukunft in einem abgesperrten Gebiet in der texanischen Wüste, wo Menschen ausgesetzt werden, die in der Gesellschaft nicht mehr willkommen sind. Gerade ist wieder eine Lieferung von Unerwünschten eingetroffen. Darunter befindet sich Arlen (Suki Waterhouse), die sofort in die Hände eines Kannibalenstamms fällt, der sich umgehend an ihr zu schaffen machen. Mit einem Skateboard, aber nicht mehr über alle Gliedmaßen verfügend, gelingt ihr die Flucht. Doch ihre nächste Begegnung mit den Kannibalen steht bald an, denn Arlen sinnt auf Rache. „The Bad Batch“ verbindet zwar einige sehr interessante Ideen mit einem coolen Look, doch die schwache Story kann das Niveau nach einem vielversprechenden Start nicht über die volle Laufzeit halten. Durch die furchtlose Performance von Suki Waterhouse sowie die denkwürdigen Auftritte von Jason Momoa, Giovanni Ribisi, Keanu Reeves und Jim Carrey, schafft es der Streifen gerade noch in die Liste der besten Netflix-Filme des Jahres.

Wertung: 

Erwähnenswerte Filme:

  • Death Note
  • El Camino Christmas
  • Little Evil
  • O Matador
  • Unsere Seelen bei Nacht
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