Review – Ant-Man

antman

Ein Mann in einem hautengen rot-schwarzem Anzug, der seinen Körper zu einer winzigen Größe schrumpfen kann und mit Ameisen spricht? Auf den ersten Blick sieht der neueste Held aus dem Hause Marvel eher unspektakulär aus, doch das Resultat ist einer der innovativsten und persönlichsten Filme aus dem Marvel-Universum. Scott Lang (Paul Rudd) ist ein Kleinganove, der durch zahlreiche Einbrüche des öfteren hinter Gittern landete. Dabei versucht er nur seiner kleinen Tochter (Abby Ryder Fortson) näher zu sein, die er kaum sieht, nachdem sich seine Ex-Frau (Judy Greer) mit einem Polizisten (Bobby Cannavale) verlobt hat. Als er jedoch eines Tages nichtsahnend ins Haus von Dr. Hank Pym (Michael Douglas) einbricht und hinter einem dicken Stahltresor den geheimnisvollen „Ant-Man“-Anzug findet, verschlägt es ihn in eine Welt voll abgedrehter Technik, haufenweiser Insekten und subatomer Mikrouniversen. Mit der Hilfe von Pym’s Tocher Hope (Evangeline Lilly) soll Scott einen weiteren Anzug namens „Yellowjacket“ aus dem Labor des größenwahnsinnigen Wissenschaftlers Darren Cross (Corey Stoll) stehlen, bevor dieser den gefährlichen Anzug in die Massenproduktion schicken kann und die Welt einmal mehr in Gefahr bringt.

Was folgt ist ein durchwegs unterhaltsamer Heist-Film, der sich selbst nicht zu ernst nimmt und mit seinen ausgefallenen visuellen Effekten und symphatischem Cast punktet. Besonders erwähnenswert sind die durchwegs gut aufgelegten Hauptdarsteller – allen voran Rudd, Douglas und Lilly – die den Charakteren eine gewisse Leichtigkeit und den nötigen Tiefgang verleihen. Als besonderer Glücksgriff erweist sich Michael Pena, der bei den komödiantischen Szenen für die meisten Lacher sorgt.

Nachdem Edgar Wright, der eigentlich für den Regiestuhl vorgesehen war, einige Wochen vor Drehbeginn das Projekt aufgrund kreativer Differenzen verlassen hatte, läuteten bei den Fans und Produzenten die Alarmglocken. Doch Ersatzmann Peyton Reed, der zumindest im Comedy-Fach genügend Erfahrung mit sich bringt, mauserte sich als gute Wahl und rettete gemeinsam mit Drehbuchautor Adam McKay und Hauptdarsteller Rudd – dieser half das Drehbuch an gewissen Stellen aufzupeppen – den Film vor dem drohenden Totalausfall. 

Fazit: Ant-Man beweist, dass selbst die kleinsten Helden die größten Dinge vollbringen können und hat sich mit seinem ersten Kinoabenteuer einen Platz im Team der Avengers mehr als verdient. 

4,0

rb

Share
Veröffentlicht in Review Getagged mit: , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*