Spoilerfreie Review – „John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“

Mit „John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ (OT = „John Wick: Chapter 3 – Parabellum“) liefert uns Regisseur Chad Stahelski den mittlerweile dritten Teil des beliebten Action-Franchises.

Nachdem John Wick (Keanu Reeves) im zweiten Teil die Regeln aller Regeln gebrochen und einen Mafia-Boss auf dem heiligen Boden des Continental Hotels getötet hat, muss ihn sein Freund und Hotelchef Winston (Ian McShane) aus der Killergemeinschaft ausschließen und alle Rechte als Auftragskiller entziehen. Wick hat genau eine Stunde bis sein Excommunicado offiziell ausgesprochen wird und das Kopfgeld von über 14 Millionen Dollar zahlreiche Angreifer anlockt. Als Wick sprichwörtlich in die Ecke getrieben wird, beschließt er die Stadt zu verlassen und wendet sich an seine ehemalige Kollegin Sofia (Halle Berry), die ihm noch einen Gefallen schuldet.

„John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ setzt in Sachen und Action und Stunt-Choreographien nochmal deutlich einen drauf und bietet einige der kreativsten und brutalsten Kampf-Sequenzen der letzten Jahre. Der mittlerweile 54-jährige Hauptdarsteller Keanu Reeves (Speed, Matrix 1-3, Constantine, Street Kings) beweist abermals, dass er ein richtiger Action-Held ist und schießt, sticht, schlägt und tritt sich mit allen erdenklichen Mitteln durch eine ganze Armee von Feinden. Auch Neuzugang Halle Berry (Monster’s Ball, Gothika, X-Men 1-3, Kingsman: The Golden Circle), die für den Film eine monatelange Kampfausbildung absolvierte, glänzt in ihrer Rolle als Wick’s kaltschnäuzige und äußerst tödliche Kollegin. Fans der Reihe dürfen sich in diesem Zusammenhang auf besonders geniale Action-Sequenzen mit zwei Hunden freuen, die dem Zuschauer lange im Gedächtnis bleiben werden. Bei manchen Szenen denkt sich der Zuschauer unweigerlich wie zur Hölle das Stunt-Team diese grandiosen Momente auf die Beine gestellt hat.

Storytechnisch taucht der Film noch tiefer in die Mythologie des Continental Hotels sowie der Hohen Kammer ein, deren Wurzeln weiter reichen als jemals erahnt. Dadurch wird auch Wick’s Vergangenheit näher beleuchtet und verleiht der Hauptfigur weitere Facetten. Auch die Nebenfiguren fügen sich perfekt in die Handlung ein und haben ihre ganz eigenen Verbindungen zu unserem Protagonisten. In Sachen Kamera, Schnitt, Ton und Musik werden erneut alle Register gezogen, die dem Film einen unverwechselbaren Look und Vibe geben, der an allen Ecken und Enden zu spüren ist. Wenn beispielsweise der Regen vom New Yorker Nachthimmel prasselt, das ein oder andere Knacken von gebrochenen Knochen zu hören ist oder Wick sich langsam aufrappeln muss nachdem er Schläge von seinen Feinden kassiert, ist man als Zuschauer völlig in der Welt und fiebert bis zum Schluss mit der Titelfigur mit.

„John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ ist der bisherige Höhepunkt der Reihe und überzeugt durch knallharte und schonungslose Action, geniale Stunt-Choreographien, interessantes World Building und ein toll agierendes Ensemble, das von einem Keanu Reeves in Höchstform angeführt wird.

Der Streifen läuft seit 23. Mai 2019 in den österreichischen Kinos und wird von Constantin Film vertrieben.

rb

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