Spoilerfreie Review – „Shazam!“

Mit „Shazam!“ haut uns Warner Bros. Pictures die seit langem erfrischendste Comicverfilmung aus dem DC Universum um die Ohren.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht der Teenager Billy Batson (Asher Angel), der als Waisenjunge bei mehreren Pflegefamilien aufwächst. Eines Tages trifft er aus heiterem Himmel auf einen jahrhundertealten Magier (Djimon Hounsou), der ihm eine mysteriöse Macht verleiht. Sobald Billy das Wort „SHAZAM!“ ruft verwandelt er sich in einen erwachsenen Superhelden (Zachary Levi) mit gestähltem Körper und nahezu gottgleichen Superkräften.

Billy entschließt seine neuen Kräfte erstmals gemeinsam mit seinem Freund Freddy (Jack Dylan Grazer) auszuprobieren und gerät hierbei von einer aberwitzigen Situation in die nächste. Doch schon bald muss Billy seine Kräfte für mehr als nur Spaß einsetzen, denn mit Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) tritt ein finsterer Bösewicht auf den Plan, den es zu bekämpfen gilt.

Regisseur David F. Sandberg (Lights Out, Annabelle: Creation), der in der Vergangenheit überwiegend Horror-Filme inszenierte, liefert eine für das DC Universum überraschend unterhaltsame und emotionale Comicverfilmung, die sich keinesfalls vor der Konkurrenz aus dem Hause Marvel Studios verstecken muss. Auf schauspielerischer Ebene ist dem Casting-Department mit der Besetzung von Hauptdarsteller Zachary Levi (Chuck, Heroes Reborn, Alias Grace, The Marvelous Mrs. Maisel) ein wahrer Glücksgriff gelungen. Er hat sich nicht nur durch monatelanges Training den Körper eines Superhelden angeeignet, ihm gelingt auch der Spagat zwischen kindlicher Naivität und heldenhafter Tugend. Der Humor ist gut portioniert und genau hier kann Levi sein Comedy-Talent voll und ganz ausschöpfen. Youngster Asher Angel (Jolene, Andi Mack, On Pointe), der die wahre Gestalt der Titelfigur verkörpert, agiert dabei als perfektes Gegenstück und macht gemeinsam mit Levi aus Billy Batson eine vielschichtige Figur mit Ecken und Kanten, die der Zuschauer nach wenigen Minuten in sein Herz schließt. Ein weiterer großer Pluspunkt ist Jack Dylan Grazer (Scales: Mermaids Are Real, Me Myself and I, Beautiful Boy, Es: Kapitel 1-2), der als Billy’s Freund Freddy eine gute Balance zwischen Witz und Ernsthaftigkeit an den Tag legt. Mit Mark Strong (Sherlock Holmes, Green Lantern, Imitation Game, Kingsman 1-2) wurde außerdem ein charismatischer Darsteller besetzt, der sich als Schurke so richtig austoben darf. Aber auch der restliche Cast rund um Marta Milans, Cooper Andrews, Grace Fulton, Faithe Herman, Ian Chen und Jovan Armand fügt sich als Billy’s Adoptivfamilie nahtlos in die Geschichte ein und sorgt für herzergreifende Momente.

Positiv anzumerken ist, dass „Shazam!“ ähnlich wie seine Vorgänger „Wonder Woman“ und „Aquaman“ völlig für sich allein steht und sich dadurch ungehindert auf die Story und seine Figuren konzentrieren kann. Der Streifen bietet eine gelungene Mischung aus Humor und emotionalem Tiefgang und erinnert in vielen Situationen an Film-Klassiker aus den 80ern wie „Big“, „Die Goonies“ und „Ghostbusters“. Optisch wird der Zuschauer mit eindrucksvollen Sets, bunten Kostümen, rasanten Action-Sequenzen und überwiegend gelungenen visuellen Effekten verwöhnt.

„Shazam!“ ist eine äußerst unterhaltsame und bodenständige Comicverfilmung, die das Publikum mit sympathischen Figuren, bombastischer Action, irrwitzigen Momenten und einer großen Portion Herz elektrisiert.

Der Streifen läuft seit 4. April 2019 in den deutschsprachigen Kinos und wird von Warner Bros. Pictures vertrieben.

rb

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