Review – Star Wars: Das Erwachen der Macht

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Lange haben Fans darauf gewartet und jetzt ist es endlich so weit. Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ kommt der siebente Teil der Sternen-Saga in die Kinos. 

„Das Erwachen der Macht“ spielt mehr als drei Jahrzehnte nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Das finstere Imperium wurde mittlerweile durch die diktatorische Organisation „Erste Ordnung“ abgelöst, die Krieg gegen den Widerstand führt. Von dem weiß Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley) allerdings nichts. Diese wartet bereits Jahre lang auf die Rückkehr ihrer Familie, die sie auf dem Wüstenplaneten Jakku zurückgelassen hat. Als sie eines Tages auf den ehemaligen Strumtruppler Finn (John Boyega) trifft, der dem Widerstand hilft und gemeinsam mit dem Piloten Poe Dameron (Oscar Isaac) flüchten konnte, beginnt für sie ein spannendes Abenteuer durch die Galaxis. Finn, Poe und Rey geraten ins Visier des mysteriösen Kylo Ren (Adam Driver), der dem machtvollen Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) dient und die Mission vollenden will, die sein großes Vorbild Darth Vader einst begann. Schon bald gerät das Helden-Trio mitten in den Kampf zwischen Erste Ordnung und Widerstand und erhält dabei Unterstützung vom legendären Rebellenhelden Han Solo (Harrison Ford) und Generalin Leia (Carrie Fisher). 

Bereits als Disney im Jahr 2012 die Produktionsfirma Lucas Film erwarb und kurz darauf eine neue Star Wars-Trilogie und mehrere Spinoffs ankündigte, war die Vorfreude enorm groß. Viele Fans fragen sich deswegen ob der Streifen das verspricht, was in den Medien und sozialen Netzwerken gehypt wurde. Für die Inszenierung des ersten Kapitels der neuen Trilogie ist Regisseur J.J. Abrams zuständig, der vor nicht allzu langer Zeit mit Star Trek ein weiteres Sci-Fi-Universum erfolgreich rebootete. Abrams, dem eine intergalaktisch große Verantwortung auf den Schultern lastet, erweist sich als perfekte Wahl. Er schafft es mit der gehörigen Portion Feingefühl, dass sich sowohl Fans der ersten Stunde als auch eine völlig neue Generation bestens unterhalten fühlen. Auf der technischen Seite sind vor allem die Kameraarbeit, das grandiose Setsdesign, die detaillierten Kostüme, der treibende Soundtrack und die imposanten Effekte lobenswert. Handwerklich wird dem Zuschauer ein qualitativ hochwertiger Sci-Fi-Blockbuster geboten, der dafür sorgt, dass Star Wars endlich wieder Spaß macht. Besonders eine bestimmte Figur werden die Kinobesucher ins Herz schließen. Der Droide BB-8 macht jede Szene in der er auftaucht zum Highlight und sorgt dafür, dass auch die komödiantischen Elemente nicht zu kurz kommen. Während sich manche Szenen stark an der Original-Trilogie orientieren und uns bekannte Gesichter aus den alten Teilen liefern, machen uns andere mit den neuen Charakteren vertraut, die sich übrigens allesamt sehr gut in die Geschichte einfügen. Als großer Durchbruch erweist sich Newcomerin Daisy Ridley, die ihrer Figur Rey zahlreiche Facetten verleiht und mit der sich der Zuschauer am meisten identifizieren kann. Auch John Boyega als Finn und Oscar Isaac als Poe Dameron erweisen sich als Idealbesetzung. Einziger Schwachpunkt ist der Bösewicht Kylo Ren – gespielt von Adam Driver – der anfangs zwar geheimnisvoll und bedrohlich rüberkommt, im Laufe des Films aber seine Glaubhaftigkeit verliert. Hin und wieder kommt einem das Gefühl, dass sich der Film etwas zu sehr zurückhält, womit man sich verständlicherweise auf der sicheren Seite bewegt. Für die nächsten Teile wäre deswegen ein bisschen mehr Risikobereitschaft wünschenswert. Damit könnte man noch unbekannte Ecken des Franchises erforschen, die das Star Wars-Universum bereichern würden. Auf der Marketing-Seite haben sich die Verantwortlichen zum Glück entschlossen möglichst wenig Material zu zeigen, sodass auf den Zuschauer genügend Überraschungen warten. Insgesamt dient „Das Erwachen der Macht“ als grandioser Einstieg in die neue Trilogie und ebnet den Weg für weitere spannende Abenteuer.4,5

rb

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