Review: The Eyes of My Mother [Spoilerfrei]

Mit freundlicher Unterstützung von Bildstörung konnte ich bereits frühzeitig einen Blick auf das Horror-Drama „The Eyes of My Mother“ von Jungregisseur Nicolas Pesce werfen.

Im Zentrum der Handlung steht die junge Francisca (Olivia Bond/Kika Magalhaes), die gemeinsam mit ihren Eltern (Diana Agostini und Paul Nazak) auf einer Farm im Nirgendwo lebt. Ihre Mutter, eine ehemalige Chirurgin, bringt ihr alles über die Anatomie des Menschen bei und konfrontiert sie bereits in jungen Jahren mit Themen wie Angst, Trauer und Tod. Als eines Tages plötzlich ein Fremder (Will Brill) vor dem Haus steht, geschieht etwas Furchtbares, das Francisca’s Leben bis in die Grundfesten erschüttert.

Der eindringlich in klarem Schwarz-Weiß gehaltene Streifen, schildert die Odyssee einer jungen Frau, die durch ein schreckliches Ereignis in ihrer Kindheit eine unvorhersehbare Wandlung vollzieht. Allen voran Kika Magalhaes, die zu einem späteren Zeitpunkt Francisca als junge Frau verkörpert, beweist enorm viel Talent und ein breites emotionales Spektrum. Die beklemmende Musik von Komponist Ariel Loh und die fabelhafte Kameraarbeit von Zach Kuperstein, sorgen für eine bedrohliche Grundstimmung, die durch die schonungslosen Bilder und die Furcht erregende Performance der Hauptdarstellerin alptraumhafte Dimensionen annimmt. Die Story bietet einige überraschende und schockierende Wendungen, die an dieser Stelle nicht verraten werden. Allen Horror-Fans, mit einer hohen Toleranzgrenze für Gore und Splatter, sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt. Alle anderen sollten einen großen Bogen um diesen Film machen, denn dieser kleine aber feine Höllentrip ist wahrlich nichts für schwache Nerven.

Mit seinem Debüt liefert uns Regisseur und Drehbuchautor Nicolas Pesce einen der bizarrsten und unheimlichsten Horror-Filme der letzten Jahre, der uns mit seiner beklemmenden Stimmung und seinen schockierenden Bildern den Boden unter den Füßen wegzieht.

„The Eyes of My Mother“ startet am 2. Februar 2017 in ausgewählten deutschsprachigen Kinos.

rb

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