Review – The Jungle Book

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Nach „Alice im Wunderland“, „Maleficent – Die Dunkle Fee“ und „Cinderella“ liefert uns Disney mit „The Jungle Book“ die nächste Live Action Adaption seiner klassischen Zeichentrickfilme. Regisseur Jon Favreau, der mit der überaus gelungenen Comicverfilmung Iron Man erfolgreich das Marvel Cinematic Universe gestartet hat, übernimmt hierbei das Ruder und beweist, dass er ein Händchen für packende Geschichten mit beeindruckender visueller Optik besitzt.

Der junge Mogli (Neel Sethi) wird bei einem Zwischenfall von seiner Familie getrennt und von Panther Baghira zur Wolfsmutter Rakcha gebracht, die ihn als eines ihrer Kinder aufzieht. Allerdings hat es der hinterlistige Tiger Schir Khan auf Mogli abgesehen. Dieser sieht den Menschenjungen als Bedrohung und will seinen Tod, um die Gesetze des Dschungels zu wahren. Zum Schutz seiner Wolfsfamilie verlässt Mogli das Rudel und beginnt ein Abenteuer voller Gefahren. Auf dem Weg durch den Dschungel bekommt er es unter anderem mit der tückischen Schlange Kaa und dem verschlagenen Affenkönig Louie zu tun. Doch auch neue Freunde wie der Honig liebende Bär Balu kreuzen Moglis Weg. Als Schir Khan schließlich das Leben seiner Freunde bedroht muss Mogli all seinen Mut zusammen nehmen, seinem Erzfeind entgegentreten und sich endgültig für eine Seite entscheiden.

Aus technischer Sicht wurde mit „The Jungle  Book“ ein wahres Meisterwerk geschaffen, das von beeindruckenden Bildern und atemberaubenden Aufnahmen nur so strotzt. Die Welt von „The Jungle Book“ wurde nahezu vollständig durch computergenerierte Effekte erzeugt und zieht einen förmlich in seinen Bann. Einzig Hauptdarsteller Neel Sethi dient dem Zuschauer als realer Anhaltspunkt und fügt sich dabei perfekt und nahtlos in die CGI-Umgebung ein. Jeder Lichtstrahl, jeder Grashalm und jeder Wassertropfen wirken als wären sie direkt von Mutter Natur entsprungen anstatt von der renomierten Effektschmiede Weta Digital nachträglich eingefügt. Schauspielerisch gibt es bei Newcomer Neel Sethi nichts zu bemängeln. Er verleiht dem kleinen Mogli die nötige kindliche Naivität und zeigt in seinen noch jungen Jahren stellenweise eine enorme Bandbreite. Storytechnisch sollte man jedoch keinen großen Knaller erwarten. Der Streifen, der genau wie der Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1967 auf der legendären Romanvorlage von Rudyard Kipling basiert, lebt ganz allein von seinem Charme und seinen sympathischen Figuren.

Trotz einer relativ simplen Story erwartet den Zuschauer ein schönes und unterhaltsames Abenteuer, das mit viel Liebe zum Detail gemacht wurde. Angefangen von den zahlreichen sprechenden Tieren, die durch ideal besetzte Synchronsprecher (u.a. mit den Originalstimmen von Bill Murray, Ben Kingsley, Lupita Nyong’o, Giancarlo Espostio, Idris Elba, Christopher Walken und Scarlett Johansson) zum Leben erweckt werden und eine ganz eigene Persönlichkeit besitzen, bis hin zur mitreißenden Musik und den überragenden visuellen Effekten, wird dem Zuschauer ein wunderschöner Film für die gesamte Familie präsentiert, der das Herz am rechten Fleck hat.

4,0

rb

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