Review – X-Men: Apocalypse

xmenapocalypse_slice

Mit der Comicverfilmung „X-Men: Apocalypse“ liefert uns Regisseur Bryan Singer den dritten Teil der neuen „X-Men“-Reihe, die sich auf die jüngeren Versionen von Prof. X, Magneto, Mystique, Beast und Co. fokussiert. Nachdem in „X-Men: Erste Entscheidung“ und „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ die 60er bzw. 70er abgehandelt wurden, sind wir nun in den 80ern angelangt. Die Welt hat sich seitdem weiterentwickelt. Mutanten werden in der Gesellschaft zwar weitestgehend akzeptiert, agieren trotzdem überwiegend im Untergrund. Doch ein legendärer und uralter Bösewicht erwacht nach tausenden von Jahren aus seinem Schlaf und beschließt die gesamte Weltbevölkerung zu unterjochen. 

Der einst als ägyptische Gott verehrte Apocalypse (Oscar Isaac) – der älteste und mächtigste Mutant der Welt – ist nahezu unbesiegbar und vereint die Kräfte vieler unterschiedlicher Mutanten. Zur Verwirklichung seines Plans macht sich Apocalypse auf die Suche nach vier Mitstreitern, die in geschichtlichen Überlieferungen stets als die Reiter der Apokalypse in Erscheinung traten. Er bringt die Mutanten Storm (Alexandra Shipp), Psylocke (Olivia Munn), Angel (Ben Hardy) sowie Prof. X‘ alten Freund Magneto (Michael Fassbender) unter seine Kontrolle. Es ist an Mystique (Jennifer Lawrence), Beast (Nicholas Hoult) und Prof. X (James McAvoy), ein Team junger Mutanten anzuführen, das sich Apocalypse mit vereinten Kräften in den Weg stellt.

Regisseur Bryan Singer, der bereits beim Vorgänger „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ und den ersten beiden Teilen der Original-Trilogie das Ruder übernahm, zieht diesmal alle Register und schickt seine Helden in eine alles entscheidende Schlacht gegen einen nahezu unverwundbaren Antagonisten. Storytechnisch lässt sich der Film enorm viel Zeit und fokussiert sich in erster Linie auf die Beziehungen der einzelnen Mutanten und deren persönliche Geschichten, bevor es zu einem fulminanten Finale kommt. Die anfänglichen Anlaufschwierigkeiten sind überwiegend der enorm großen Anzahl an Charakteren geschuldet, die allesamt eingeführt und wie Schachfiguren zunächst in Position gebracht werden müssen. Positiv zu erwähnen sind vor allem die durchwegs übersichtlichen Action-Sequenzen, die jeden Helden zumindest für einen kurzen Moment ins Rampenlicht rücken. Aus dem starbesetzten Cast sind vor allem James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Oscar Isaac, Alexandra Shipp, Tye Sheridan und Sophie Turner besonders zu erwähnen. Vor allem die aus der epischen Fantasy-Serie „Game of Thrones“ bekannte Turner erweist sich als wahrer Glücksgriff und dürfte schon bald ihren internationalen Durchbruch haben. Ein weiteres Highlight ist der blitzschnelle Mutant Quicksilver (Evan Peters), der ähnlich wie im Vorgänger „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“mit einer irrwitzigen Szene allen die Schau stiehlt.

„X-Men: Apocalypse“ ist vor allem ein Film für die langjährigen Fans der Reihe, die mit zahlreichen kleinen Leckerbissen belohnt werden. Zuschauer die noch keines der bisherigen Abenteuer aus dem Franchise gesehen haben, dürften sich stellenweise etwas schwer tun, um allen Handlungssträngen folgen zu können. Aber auch „X-Men“-Neulinge werden definitiv ihren Spaß haben, da es genügend sympathische Figuren und spannende Momente gibt, die den Zuschauer auf Trab halten. Insgesamt stellt „X-Men: Apocalypse“ einen gelungenen Abschluss der neuen Trilogie dar, der einige Hintertüren für weitere Abenteuer aus dem X-Men-Universum offen lässt.

4,0

rb

Share
Getagged mit: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*