Spoilerfreie Review – „Eternals“

Mit der Comicverfilmung „Eternals“ liefert uns Regisseurin und Oscarpreisträgerin Chloe Zhao (Songs My Brothers Taught Me, The Rider, Nomadland) ein bildgewaltiges und ein sich über Jahrtausende erstreckendes Sci-Fi-Epos.

„Eternals“ fokussiert sich auf die gleichnamigen außerirdischen Superhelden, die seit über 7.000 Jahren auf der Erde leben und von den sogenannten Celestials erschaffen wurden. Die Gruppe besteht aus Ajak (Salma Hayek), Sersi (Gemma Chan), Ikaris (Richard Madden), Thena (Angelina Jolie), Kingo (Kumail Nanjiani), Sprite (Lia McHugh), Druig (Barry Keoghan), Makkari (Lauren Ridloff), Phastos (Brian Tyree Henry) und Gilgamesh (Don Lee). Diese übermächtig begabten Wesen haben den Auftrag die Menschen vor der raubtierhaften Alien-Rasse Deviants zu beschützen, was sie lange mit Erfolg getan haben. Doch dann tauchen in der Gegenwart erneut hoch entwickelte und gefährliche Deviants auf der Erde auf. Die Eternals müssen wieder aktiv werden, um die Menschheit zu beschützen.

Was folgt ist eine rundum gelungene Comicverfilmung, die um einiges stärker ist als die teils vernichtenden Kritiken und Pressestimmen heraufbeschwören. Die 2 Stunden und 37 Minuten vergehen wie im Flug und sorgen für einen erfrischend anderen Ansatz. Dies ist vor allem dem hochkarätig besetzten und diversen Cast zu verdanken, der die zehn Hauptfiguren sehr abwechslungsreich und einzigartig verkörpert. Jeder Charakter hat nicht nur seine eigenen besonderen Fähigkeiten, sondern deckt auch einen bestimmten Teil der Gesellschaft ab. So werden beispielsweise andere Kulturen, andere Sprachen, andere sexuelle Orientierungen sowie körperliche und geistige Behinderungen thematisiert. Zehn Eternals plus eine Handvoll wichtiger Nebenfiguren in einem einzigen Film zu etablieren und auszuarbeiten, ist natürlich eine Mammutaufgabe. Aber Zhao, ihr Cast und ihre Co-Drehbuchautoren Patrick Burleigh sowie Ryan Firpo und Kaz Firpo zeigen sich dieser Herausforderung mehr als gewachsen. Selten hat man bei einem Superheldenfilm so unmittelbar die Emotionen der Figuren gespürt. Aus technischer Sicht wird dem Zuschauer erneut ein echter Leckerbissen geboten. Die Action ist satt und brachial, die visuellen Effekte teilweise epochal und der Sound dröhnt wuchtig durch den Kinosaal.

Das intergalaktische Sci-Fi-Abenteuer „Eternals“ ist eine der besten Comicverfilmungen aus dem Marvel Cinematic Universe und glänzt mit einem hochkarätigen und diversen Cast, epischen Bildern von Kameramann Ben Davis (Guardians of the Galaxy, Doctor Strange, Captain Marvel), einem schönen Score von Komponist Ramin Djawadi (Iron Man, Game of Thrones, Westworld), ästhetischen Kostümen von Sammy Sheldon Differ (X-Men: Erste Entscheidung, Kick-Ass 1-2, Assassin’s Creed), atemberaubender Ausstattung von Eve Stewart (The King’s Speech, Les Miserables, A Cure for Wellness), einem technisch einwandfreien Schnitt von Dylan Tichenor (There Will Be Blood, The Town, Zero Dark Thirty) und Craig Wood (Fluch der Karibik 1-3, A World Beyond, Guardians of the Galaxy 1-2) sowie meisterhafter Regie von Chloe Zhao.

Marvel-Fans sollten auf jeden Fall bis nach dem Abspann sitzen bleiben. Es warten gleich zwei Post Credits Scenes auf den Zuschauer, die wegweisend für den weiteren Verlauf des Marvel Cinematic Universe sind.

„Eternals“ läuft seit 3. November 2021 in den deutschsprachigen Kinos und wird von Walt Disney Pictures vertrieben.

rb

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